Hin und wieder wäre es schon spannend zu wissen, was andere denken, oder? Das Pärchen am Tisch gegenüber, der Herr an der Supermarktkasse vor dir, die Joggerin, die gerade eben vorbeigezogen ist… Gedankenlesen – ach das wäre so manches mal schon eine interessante Angelegenheit. Denkt sich auch der ein oder andere Zauberkünstler.

Den Zuschauer lesen

Es wäre einfach toll zu wissen, was ein Zuseher gerade eben denkt. Was für umwerfende Zauberkunststücke mit solch einem Wissen doch möglich wären… Tatsächlich ist es gar nicht so schwer. Mit dem Trick von Markus Bender und Tobias Ismaier ist der Weg zu derartigen Erkenntnissen leicht und zudem noch unauffällig. Mit einem raffinierten System kann damit jeder lernen, an welche Zahl, Wort oder Symbol ein Anderer gerade denkt.

The “Mind Reading Fall”: “It’s time” to “Do as I do”: Make a “Drawing Duplication”

Scribble

Scribble

Wie leicht und schnell die Routine funktioniert, beweisen Markus Bender und Tobias Ismaier auf sehr eindringliche und eindrucksvolle Art und Weise. Die DVD “Scribble” enthält eine ganze Effektsammlung mit Mentalmagie zum Nachmachen und Lernen. 4 komplette Routinen, detailliert und einfach erklärt – und mit ein bisschen Übung gleich mit dem AHA-Effekt ausgestattet. Gut, aus so “ein bisschen Übung” kann ganz schnell mal etwas mehr Übung werden, denn es kommt auf die Gelassenheit des Magiers an, wenn der Trick gelingen soll. Also lieber ein-, zweimal öfter üben, um auf der Bühne die nötige Ruhe und Gefasstheit aufweisen zu können. Der Zuschauer denkt an eine Karte, der Zauberkünstler zeigt, um welche Karte es sich handelt. Ein Zuschauer malt versteckt ein Symbol, der Mentalist zeichnet exakt dasselbe Symbol. Ein Zuschauer gibt eine Zeitangabe ab, der Illusionist zeigt und liest eben jene Uhrzeit aus den Gedanken dieser Person. Es scheint, als würde der Künstler immer genau wissen, was das Publikum denkt, scheinbar mühelos kann der Zauberer wie in einem offenen Buch in den Zuschauern lesen. Scheinbar. Das System dahinter ist einfach zu verstehen und schnell zu lernen. Nur – wie erwähnt – ein bisschen Training ist schon notwendig. Nicht so sehr wegen der Handgriffe, sondern wegen der nötigen Sicherheit. Wem also, wie mir, gerne mal die Nerven durchgehen und das Pokerface eher fehlt, der sollte in diesem Fall etwas mehr Zeit ins Training investieren. Aber: es lohnt sich! Und mit ein bisschen Kreativität und Einfallsreichtum sind die erlernten Handgriffe und das benötigte Gimmick auch für viele andere Effekte denkbar. Ein echter Geheimtipp. Und absolut anfängertauglich.